SKAN ist eine Atem- und Ausdrucksarbeit, die wieder neue Zugänge zu der ursprünglichen Vitalität schafft und hilft den Energiefluss im Körper wieder herzustellen.

SKAN geht auf die Vegetotherapie von Wilhelm Reich zurück und arbeit mit Atem, Berührung, Bewegung und Ausdruck.

Durch verstärktes Atmen, Bewegung und Berührung wird ein höheres Energieniveau im Körper erzeugt. Der Körper fühlt sich belebter und lebendiger an, aber auch die Blockaden, „Panzerungen“ genannt, werden deutlicher. Diese sind durch schmerzhafte Erlebnisse im Laufe des Lebens, viele in früher Kindheit, entstanden.

Säuglinge und kleine Kinder sind sehr offen und fühlend mit allem verbunden, nehmen alles in ihrer Umgebung ungefiltert wahr und auf und drücken ihre Empfindungen und Gefühle recht unbedarft und spontan aus.
Jedes Kind erlebt aber auch von Geburt an oder sogar vorher schmerzliche Erfahrungen, Ängste, Schrecken, körperliche oder seelische Verletzungen, allein gelassen sein, Bedürfnisse, die nicht erfüllt wurden, nicht verstanden werden, nicht gesehen werden. Es stößt an Grenzen und sein Verhalten ist teilweise nicht erwünscht.

Ist die Erfahrung sehr heftig oder geschieht dies immer wieder, versucht sich der Körper vor dem Schmerz zu schützen, indem er sich verspannt und Kontraktionen aufbaut, „Panzerungen“, wie Reich es genannt hat, um den Schmerz nicht mehr zu spüren. Es entwickelt Vermeidungsmuster und Abwehrhaltungen, die zur Gewohnheit werden und sich als Charakterstruktur ausprägen. Das Energieniveau wird insgesamt niedriger, das Fühlen wie die Lebendigkeit lassen nach. Die Lebenskraft wird ein Stück weit wie eingefroren.
Damit diese wieder „auftauen“ kann, müssen die schmerzlichen Erfahrungen wieder ins Bewusstsein kommen und in neuem Kontext erlebt werden.

In der vertrauensvollen therapeutischen Beziehung ist es möglich, all diese Gefühle wie Wut, Zorn, Schmerz, Trauer, Angst … wieder zu fühlen, und gleichzeitig eine neue Beziehungserfahrung zu machen – sie auszudrücken und damit gesehen zu werden, verstanden zu werden.
Die Spannungen können sich lösen, die darin gehaltene Energie kann im Ausdruck ins fließen kommen, der Körper wird weicher und freier. Die Intensität des Fühlens und Erlebens nimmt wieder zu. Man kommt sich selbst ein Stückchen näher. Die Ausdrucksfähigkeiten erweitern sich. Die Fähigkeit authentische Beziehungen aufzubauen wächst.

 

Einzelarbeit

In der Einzelarbeit ist der individuelle körperliche Prozess im Vordergrund.
Sie findet auf einer am Boden liegenden „Matte“ statt, im geschützten Rahmen der vertrauensvollen Beziehung.

Der Therapeut unterstützt den Prozess durch seine Präsenz und Berührung.

 

Gruppe

In der Gruppe entsteht ein gemeinsam generiertes Feld, in dem mithilfe von Atem- u. Bewegungsübungen, Ausdrucks- und Theaterelementen die eigenen körperlichen Befindlichkeiten und Beziehungsmuster erkundet werden können. Lebendiges kann sich entfalten, Zurückhaltungs-, Vermeidungsstrukturen können deutlich werden und vor allem können neue Erfahrungen möglich werden.

Einzelarbeit und Gruppe ergänzen einander.